Soziales

15. Diözesanwallfahrt der Malteser zum „Christkindl von Ringolay“

Armin Berger am 14.05.2019

2019_News_Dioezesanwallfahrt_Ringelai_Hohenau_Gottesdienst info-icon-20px Bild: Krenn / Malteser Passau
Die Pilger beim Gottesdienst in der Pfarrkirche Ringelai.

Bei der 15. Diözesanwallfahrt der Malteser im Bistum Passau ging es in diesem Jahr nach Ringelai. Rund 200 Pilger nahmen an der Wallfahrt teil, die zum berühmten "Christkindl von Ringolay" führte.

Bei schö­nem Wet­ter kann jeder wall­fah­ren. Bei so einem Regen wie heu­te ist es eine Her­aus­for­de­rung“, stell­te Dom­ka­pi­tu­lar Msgr. Man­fred Ertl ange­sichts des Wet­ters bei der 15. Diö­zesan­wall­fahrt der Mal­te­ser in der Rin­ge­lai­er Pfarr­kir­che fest. Zuvor hat­te schon der Orts­geist­li­che, Pfarr­vi­kar Johan­nes Spi­ta­ler, die rund 200 Pil­ger, unter ihnen auch Teil­neh­mer der von ihm gelei­te­ten Selbst­hil­fe­grup­pe Men­schen mit und ohne Behin­de­rung im Land­kreis Frey­ung-Gra­fen­au, vom Senio­ren­zen­trum St. Josef Neid­berg sowie etli­che Pfarr­an­ge­hö­ri­ge, zum Got­tes­dienst begrüßt.

2019_News_Dioeesanwallfahrt_Ringelai_Hohenau_Priester info-icon-20px Bild: Krenn / Malteser Passau
Domkapitular Msgr. Manfred Ertl (Mitte) und Pfarrvikar Johannes Spitaler (rechts daneben) mit den Ministranten beim Gottesdienst in der Pfarrkirche Ringelai.

Die Wall­fahrt ist heu­er eine Wall­fahrt zum Christ­kindl“, sag­te Johan­nes Spi­ta­ler. Die Geschich­te die­ser Wall­fahrt um das berühm­te Christ­kindl-Bild erläu­ter­te er den Gläu­bi­gen nach dem Got­tes­dienst. Msgr. Man­fred Ertl knüpf­te in sei­ner Pre­digt eben­falls an das Wall­fahrts­bild Christ­kindl von Rin­go­lay“ an. Ein ande­res Bild wol­le er den Pil­gern heu­te nahe­brin­gen. Es befin­det sich in den Domi­til­la-Kata­kom­ben in Rom.

Ange­sichts ihrer Ver­fol­gung haben die ers­ten Chris­ten hier wun­der­ba­re Bil­der gemalt, die bis heu­te beein­dru­ckend sind“, erklär­te der Geist­li­che. Eines davon ist die Dar­stel­lung von Jesus als guten Hir­ten, der ein Lamm auf den Schul­tern trägt. Er fand, wie auch schon die Jah­re zuvor, Wor­te, die den Pil­gern Kraft und neu­en Mut für ihren oft nicht leich­ten All­tag geben: Trotz aller Gebre­chen und Wid­rig­kei­ten ist Gott der gute Hir­te für euch. Viel­leicht kennt auch ihr sol­che Bil­der. Sie kön­nen euch trös­ten und auf­bau­en. Auch die, die es nicht leicht haben, dür­fen sich bei Gott gebor­gen füh­len. Wir wer­den von Gott ange­schaut mit Lie­be, trotz aller Behin­de­run­gen und Unzulänglichkeiten.“

Ein zwei­tes Bild in den Kata­kom­ben sei für ihn ganz wich­tig gewor­den, so Msgr. Ertl wei­ter. Das Decken­ge­mäl­de zei­ge Blü­ten, Blät­ter und bun­te Vögel – das Para­dies. So soll­ten die Chris­ten von damals erken­nen: Der Tod hat nicht das letz­te Wort, son­dern Gott. Das Leben hat das letz­te Wort. Trotz man­cher Wid­rig­kei­ten und Schwie­rig­kei­ten soll man nach oben schau­en. Bei Gott war­tet der gute Hir­te auf uns.“ Musi­ka­lisch umrahm­te den fei­er­li­chen Got­tes­dienst Alfred Oster­er auf der Orgel.

Am Nach­mit­tag mach­ten sich die Wall­fah­rer auf nach Hohen­au, wo sie Orts­pfar­rer David Sava­ri­mut­hu herz­lich in der Pfarr­kir­che will­kom­men hieß. Dann fei­er­ten sie zusam­men mit Johan­nes Spi­ta­ler eine Maiandacht.

Text und Bil­der: Rose­ma­rie Krenn / Mal­te­ser Passau