Das glauben wir

Exerzitien im Alltag 3. Woche - gerufen sein – mutig handeln

Redaktion am 08.03.2023

03 Ohr Exerzitien im Alltag 2023 Foto: Heidi Esch

In den Exerzitien im Alltag nehmen Sie sich bewusst Zeit für Ihre Beziehung zu Gott, um immer offener zu werden für ihn in Ihrem ganz konkreten, persönlichen Leben. Exerzitien im Alltag sind eine besondere Zeit, die gestaltet sein will. Machen Sie Erfahrungen, was zu Ihnen und Ihrem Alltag passt, finden Sie eine Balance zwischen Selbstdisziplin und Gelassenheit.

gerufen sein – mutig handeln

03 Ohr Exerzitien im Alltag 2023 Foto: Heidi Esch



Gott,
öff­ne mein Ohr,
damit ich dich in der Welt höre,
öff­ne mei­nen Ver­stand,
damit ich unter den vie­len Stim­men
die dei­ne erken­ne,
öff­ne mein Herz,
damit ich dei­ne Lie­be anneh­me,
öff­ne mich für dich,
damit ich dir Ant­wort gebe.

1. Impuls: Hören in der Stille

Ich neh­me mei­nen Platz ein. Ich atme tief durch.
Gott, ich bin da. Du bist da. Es ist gut.“

Beten ist Hören
Als mein Gebet immer andäch­ti­ger und inner­li­cher wur­de,
da hat­te ich immer weni­ger und weni­ger zu sagen.
Zuletzt wur­de ich ganz still.
Ich wur­de, was womög­lich ein noch grö­ße­rer Gegen­satz zum Reden ist,
ich wur­de ein Hörer.
Ich mein­te erst, Beten sei Reden:
ich lern­te aber,
dass Beten nicht nur Schwei­gen ist, son­dern H ö r e n.
Beten heißt nicht, sich selbst reden hören,
beten heißt still wer­den und still sein
und war­ten, bis der Beten­de Gott hört.
Sören Kier­ke­gaard

Am Beginn mei­nes Lebens steht sein Ruf: Er ruft mich ins Leben. Er will mich!
Er will mich mit mei­nen Stär­ken und Schwä­chen, mit mei­nem Mut und mei­ner Ver­zagt­heit. Er ruft mich zur Freu­de und zur Lie­be. Gott ruft jeden Men­schen per­sön­lich. Geru­fen sein bedeu­tet zu aller­erst ange­spro­chen zu wer­den. Da ist einer, der von mir weiß, dem ich wich­tig bin, der will, dass es mir gut geht. Um Got­tes Ruf wahr­zu­neh­men, bedarf es der Stille.

Für den Tag
Heu­te suche ich bewusst die Stille.

Gebet
Gott, Du rufst mich.
Du willst, dass es mir gut geht und dass ich auf­le­be.
Öff­ne mei­ne Ohren, damit ich Dich in den Situa­tio­nen des All­tags hören kann.

2. Impuls: Sein Ruf in meinem Leben

Ich neh­me mei­nen Platz ein. Ich atme tief durch.
Gott, ich bin da. Du bist da. Es ist gut.“

Hab nur Mut, steh auf, ER ruft dich!
Mk 10,49

Bar­ti­mä­us, ein blin­der Mann – von allen Men­schen ver­ach­tet – sitzt hilf­los am Stadt­tor von Jeri­cho. Als Jesus in die Stadt kommt und Bar­ti­mä­us sei­ne Nähe spürt, ruft er Jesus in der Hoff­nung, von ihm Hil­fe zu erfah­ren. Als Jesus Bar­ti­mä­us zu sich rufen lässt, nimmt die­ser all sei­nen Mut zusam­men, steht auf und geht zu Jesus. Und wahr­lich: Jesus hilft ihm! ER hat sei­nen Ruf gehört.
Bar­ti­mä­us ruft und lässt sich rufen.
Ich rufe mir Situa­tio­nen mei­nes Lebens in Erin­ne­rung.
Wann habe ich Gott geru­fen?
Wo habe ich erfah­ren, Gott ruft mich?
Was hat sich dadurch in mei­nem Leben verändert?

Ich kann ein Bild mei­nes Lebens­we­ges gestal­ten und die­se Stel­len beson­ders hervorheben.

Für den Tag
Heu­te las­se ich mich von IHM rufen.

Gebet
Gott,
dei­nen Ruf in mei­nem Leben,
hören,
wahr­neh­men,
anneh­men,
leben.
Amen.

3. Impuls: Rückenwind

Ich neh­me mei­nen Platz ein. Ich atme tief durch.
Gott, ich bin da. Du bist da. Es ist gut.“

Rücken­wind
Du bist der Herr, der mein Haupt erhebt,
Du bist die Kraft, die mein Herz belebt.
Du bist die Stim­me, die mich ruft,
Du gibst mir Rückenwind.

Du flößt mir Ver­trau­en ein, treibst mei­ne Ängs­te aus,
Du glaubst an mich, traust mir was zu, for­derst mich her­aus.
Dei­ne Lie­be ist ein Was­ser­fall auf mei­nen Wüs­ten­sand.
Und wenn ich mir nicht sicher bin, führt mich Dei­ne Hand.

Wind des Herrn, weh in mei­nem Leben,
Geist des Herrn, fach das Feu­er an,
Wind des Herrn, hast mir Kraft gege­ben,
Geist des Herrn, sei mein Rücken­wind
Melo­die und einen Link um das Lied anhö­ren fin­den Sie auf S. 44

Wel­che Zei­le des Lie­des spricht mich beson­ders an? Wann habe ich selbst die Erfah­rung gemacht: Rücken­wind“ und dadurch Stär­kung zu bekom­men?
Wo erbit­te ich Rücken­wind“ vom Geist des Herrn?

Ich schrei­be selbst wei­te­re Stro­phen mit mei­nen eige­nen Bil­dern:
Du bist … Geist des Herrn …

Für den Tag
Wo erfah­re ich Rücken­wind“ durch Got­tes Kraft – und wo bit­te ich darum?

Gebet
Guter Gott, Dei­ne Lie­be wärmt und ent­zün­det,
Dei­ne Stim­me ruft und ermu­tigt,
Dein Geist for­dert her­aus und stärkt –
Lass mich das erfahren!

4. Impuls: Ermutigung

Ich neh­me mei­nen Platz ein. Ich atme tief durch.
Gott, ich bin da. Du bist da. Es ist gut.“

Mut – Ermu­ti­gung — Zumu­tung – Unmut — Mut­lo­sig­keit
Wo fin­de ich mich wieder?

Wann bin ich mutig?
Wo brau­che ich beson­de­ren Mut oder eine Ermu­ti­gung?
Wie könn­te die­se aus­se­hen?
Was ist für mich zur Zeit eine Zumu­tung?
Wor­über spü­re ich Unmut oder Mut­lo­sig­keit?
All das darf ich ehr­lich und mutig Gott erzäh­len, für man­ches dan­ken, aber auch
ankla­gen und bitten.

Sagt den Ver­zag­ten: Habt Mut, fürch­tet euch nicht!
Jes 35,4

Ich las­se mir die Bibel­stel­le zusa­gen.
Sie gilt mir! Ich las­se die Zusa­ge in mir wirken.

Für den Tag
Heu­te neh­me ich bewusst wahr, wo ich ermu­tigt wer­de
oder jemand mei­ne Ermu­ti­gung braucht.

Gebet
Gott, Du gro­ßer Mut­ma­cher,
die gan­ze Bibel erzählt von Dei­nen mut­ma­chen­den Zusa­gen.
Du willst uns Mut, Zuver­sicht und Kraft schen­ken für ein beherz­tes
und fro­hes Leben.
Hilf mir, dass ich dies immer mehr glau­ben und leben kann.

Liedvorschläge

Die Tuer zum Leben
Rueckenwind

Ihnen entgeht ein toller Beitrag!

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Tagesrückblick

Ein­mal am Tag, viel­leicht am Abend, neh­me ich mir Zeit, um auf mei­nen Tag zurück­zu­schau­en. Alles, was ich erlebt, gehört, getan und erfah­ren habe, brin­ge ich vor Gott und darf es zusam­men mit sei­nem lie­ben­den Blick anschau­en. Es geht um mich, um Gott und um mei­ne Lebens­ge­stal­tung gemein­sam mit ihm.

Inne­hal­ten
Durch- und Auf­at­men: Ich habe Zeit!
Ich bin da. Gott ist da, mit mir.

Wahr­neh­men
Ich schaue auf den Tag: Was neh­me ich wahr?
Ich las­se kom­men, was an Erin­ne­run­gen, Ereig­nis­sen,
Gedan­ken, Emp­fin­dun­gen … da ist.
Ich ver­wei­le, wo mich etwas berührt, beschäf­tigt, aufwühlt ….

Dan­ken
Was hat mir gut getan?
Wo habe ich Ermu­ti­gung, Trost, Hoff­nung gespürt?
Wodurch wur­de ich beschenkt? 

Ver­söh­nen
Wo habe ich Miss­trau­en, Angst, Ent­mu­ti­gung gespürt?
Was will sich in mir ord­nen, ver­söh­nen, befrei­en?
Ich bit­te Gott um sei­nen Beistand.

Bit­ten, dan­ken, kla­gen, loben
Ich brin­ge vor Gott, was jetzt in mir da ist.
Wie mit einem guten Freund, einer guten Freun­din, darf
ich mit ihm reden.

Vor­aus­schau­en
Ich schaue auf das, was (mor­gen) vor mir liegt
und bit­te Gott um Kraft, Mut, Bei­stand, sei­ne Begleitung.

Been­den
Mit einer Ges­te, einem Vater­un­ser oder Kreuz­zei­chen,
been­de ich den Tagesrückblick.

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