Das glauben wir

Gedanken zum Advent: Neue Schlüssel

Pressemeldung am 16.12.2019

Neulich habe ich ziemlich viele neue Schlüssel bekommen: für die neue Wohnung und den neuen Briefkasten, für die neue Arbeitsstelle und die Parkschranke. Einige Kirchenschlüssel waren auch dabei und so wie es aussieht, werde ich bald auch neue Autoschlüssel bekommen.

Schlüs­sel spie­len auch in der Zeit des Advents eine Rol­le: Denn ver­schlos­sen war das Tor, bis ein Hei­land trat her­vor“, singt die Kir­che in einem alten Advents­lied. Und in einer alten Anru­fung wird Chris­tus sogar als Schlüs­sel“ bezeich­net: O Schlüs­sel Davids – du öff­nest, und nie­mand kann schlie­ßen, du schließt, und kei­ne Macht ver­mag zu öffnen.“

In der Advents­zeit soll eine ver­sperr­te Tür nach der ande­ren auf­ge­hen. Wir sol­len den Schlüs­sel zu uns sel­ber, aber auch zu den Men­schen um uns fin­den. Nicht immer passt da der ver­trau­te Schlüs­sel, nicht immer hel­fen da die bekann­ten Metho­den. Manch­mal braucht es gera­de­zu einen neu­en Schlüsselbund.

Und über allem steht die Suche nach dem Zugang zum Herr­gott. An Weih­nach­ten wer­den wir fei­ern, dass Gott selbst die Tür zu sei­nem Inne­ren weit auf­ge­macht hat. Und Jesus Chris­tus ist der Schlüs­sel dazu. Man­che sind schon innen drin und haben die­sen Schlüs­sel bereits in der Hand. Ande­re ste­hen neu­gie­rig davor und brau­chen nur noch einen Tür­hü­ter, der ihnen den pas­sen­den Schlüs­sel in die Hand drückt. Und wie­der ande­re sind auf den ers­ten Blick außen vor, weit weg von Weih­nach­ten, und stau­nen plötz­lich, wel­che Zugän­ge und Schlüs­sel es gibt, um ganz in die Nähe zu kommen.

Text: Dr. Franz Haringer