Jugend

Hier bin ich - Katechese mit Bischof Stefan am Tag 2 des WJT

Stefanie Hintermayr am 25.01.2019

Ein volles Gotteshaus mit vielen jungen Menschen hatte Bischof Stefan Oster bei seiner Katechese in Panama Stadt (WJT) vor sich. Sein Thema: Hier bin ich (Samuel). Seine Botschaft: Glaube in Gemeinschaft feiern - und jeden Tag Stille mit Gott leben.

Die Kir­che San Fran­cis­co de la Cale­ta liegt in einem ruhi­ge­ren Stadt­teil von Pana­ma Stadt. Alle Bän­ke, Fens­ter­bret­ter und Trep­pen­stu­fen waren besetzt, als Bischof Ste­fan Oster sei­ne Kate­che­se begann – so vie­le jun­ge Pil­ge­rin­nen und Pil­ger aus Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz inter­es­sier­ten sich für das The­ma: Hier bin ich.

Aus­ge­hend von der Geschich­te des jun­gen Samu­el, der Got­tes Stim­me hört und mit dem Satz Hier bin ich“ ant­wor­tet (1 Sam 3 ff.), ging der deut­sche Jugend­bi­schof dar­auf ein, wie wich­tig es ist, dass allem Tun das Sein vor­aus­ge­he. Alle Men­schen sei­en von Gott gewollt und ein­zig­ar­tig, sag­te Bischof Ste­fan, und das noch bevor sie irgend­et­was geleis­tet hät­ten: Des­halb wünscht er sich, dass wir zu ihm wirk­lich vol­ler Ver­trau­en Vater sagen — und es auch mei­nen“. Und er zitier­te den Kir­chen­leh­rer Augus­ti­nus: Der Vater liebt dich so, als wärst du der ein­zi­ge Mensch auf der Welt.“ Er wün­sche allen, dass sie Gott als einen ech­ten Vater erfah­ren könn­ten, sag­te Bischof Ste­fan. Und die Tür zum Vater sei Jesus — der gekom­men ist, um uns in die Got­tes­kind­schaft zurückzuführen.

Wer im Ver­trau­en leben kann, dass er wirk­lich einen Vater hat, der kom­me bei sich im Sein“ an, wie ein Kind, das weiß, dass Mama oder Papa immer da ist und sich küm­mert. Sie sind ein­fach da, sie ver­glei­chen sich nicht mit ande­ren, son­dern man erken­ne sie meis­tens dar­an, dass sie etwas für ande­re tun, fuhr Bischof Ste­fan fort. Und zwar nicht, um bes­ser dazu­ste­hen oder ande­ren impo­nie­ren zu wol­len, son­dern ein­fach aus Lie­be zu Gott und den Menschen.

Doch wie soll das gehen? Kann man das ler­nen? Bischof Ste­fan gab den Welt­ju­gend­tags­teil­neh­mern eini­ge Rat­schlä­ge mit. Sie soll­ten sich zusam­men­tun und in Gemein­schaft ihren Glau­ben fei­ern, sag­te er. Wie das gehe, übten sie ja bereits auf die­sem Welt­ju­gend­tag. Außer­dem sei es dar­über hin­aus wich­tig, regel­mä­ßig in die Stil­le zu fin­den. Nehmt euch ein paar Minu­ten Zeit, jeden Tag“, sag­te er. Zeit, um sich inner­lich zu öff­nen, sich auf Gott aus­zu­rich­ten, ihm zu dan­ken, auf ihn zu hören. So, wie Samu­el Hier bin ich“ gesagt hat­te. Es brau­che die Bewe­gung nach innen und die Bewe­gung nach außen — als Hin­ga­be, so der Bischof. Und daher riet er den Jugend­li­chen, so oft es geht, selbst­los und ohne Hin­ter­ge­dan­ken etwas für ande­re zu tun. Zudem: Die Bezie­hung zu Chris­tus ist die wich­tigs­te unse­res Lebens – und das sagt nicht der Bischof, son­dern er selbst: Ich bin der Weg, die Wahr­heit und das Leben’. — Und er führt uns zum Vater — und zu den ande­ren Menschen.”

Text und Fotos: Anna Hofmeister

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