191117_Adoratio-Abschluss_foto12_SH info-icon-20px Foto: Stefanie Hintermayr

Adoratio-Kongress: Ein voller Erfolg!

Der erste Adoratio-Kongress für eucharistische Anbetung in Altötting ist erfolgreich beendet. Mehr als 2000 Gläubige haben vom 15. bis 17. November daran teilgenommen - sehr zur Freude von Gastgeber Bischof Stefan Oster SDB und dem Veranstaltungsteam.

Es waren drei sehr inten­si­ve Tage in dem Mari­en­wall­fahrts­ort Alt­öt­ting. Ins­ge­samt mehr als 2000 Gläu­bi­ge waren vom 15. bis 17. Novem­ber hier­her gekom­men zum ers­ten Ado­ra­tio-Kon­gress für eucha­ris­ti­sche Anbe­tung im Bis­tum Pas­sau. Das Refe­rat für Neuevan­ge­li­sie­rung hat­te die gro­ße Ver­an­stal­tung in der Basi­li­ka Sankt Anna, dem Kul­tur- und Kon­gress­fo­rum und rund um den Kapell­platz orga­ni­siert. Den Teil­neh­mern wur­de ein umfang­rei­ches Pro­gramm mit vie­len nam­haf­ten Refe­ren­tin­nen und Refe­ren­ten gebo­ten. Hier eine klei­ne Doku­men­ta­ti­on im Video:

Auftakt mit einem Abend der Barmherzigkeit

Es war ein stim­mungs­vol­ler Auf­takt am Frei­tag­abend (15. Novem­ber) in der Basi­li­ka St. Anna in Alt­öt­ting. Der Augs­bur­ger Weih­bi­schof Flo­ri­an Wör­ner hat ihn mit Gast­ge­ber Bischof Ste­fan Oster SDB mit einer Hei­li­gen Mes­se fei­er­lich eröff­net. Zu Beginn sei­ner Pre­digt rich­te­te Wör­ner eine Fra­ge an die Gläu­bi­gen: Was ist wirk­lich wich­tig in mei­nem Leben und wel­chen Platz hat Gott dar­in? Sei­ne Ant­wort ließ nicht lan­ge auf sich warten.

Gott, du bist alles. Du hast den ers­ten Platz in mei­nem Leben.”

Weihbischof Florian Wörner
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Den Eröff­nungs­vor­trag im Anschluss an die Mes­se hielt Bischof Ste­fan Oster mit einer Fra­ge als The­ma: Anbe­tung — War­um?” Damit fan­den die Kon­gress­teil­neh­mer einen guten Ein­stieg in die The­ma­tik der eucha­ris­ti­schen Anbetung.

Eucha­ris­ti­sche Anbe­tung erleb­ten die Gläu­bi­gen im Anschluss dar­an am Abend der Barm­her­zig­keit. Vie­le Hun­der­te hat­ten sich seg­nen las­sen, das Sakra­ment der Ver­söh­nung emp­fan­gen, eine Ker­ze ange­zün­det, einen Bibel­spruch gezo­gen oder ein Gebets­an­lie­gen abgegeben.

Der zweite Tag mit vielen Workshops

Anbe­tung — Wie geht das?” Dar­um ging es im Vor­trag von Pater Hans Buob nach dem gemein­sa­men Mor­gen­lob im Kul­tur- und Kon­gress­fo­rum am zwei­ten Tag. Sei­ne zen­tra­le Bot­schaft im bis auf den letz­ten Stuhl besetz­ten Forum: Gott aner­ken­nen heißt zuerst ein­mal, auf ihn hören”.

Gott wün­sche sich, dass wir Bezie­hung zu ihm suchen. Er sei kein böser, bestra­fen­der Gott, beton­te Buob. Und wei­ter:​“Ver­su­chen Sie, die­se dämo­ni­schen Got­tes­bil­der aus Ihrem Unter­be­wusst­sein her­aus­be­kom­men!” Neben dem WIE lau­tet die zwei­te Fra­ge: WER bin ich? Die Ant­wort: Der, den Gott aus Lie­be geschaf­fen hat. Anbe­ten sei laut Buob auch, sei­ne Dank­bar­keit dafür aus­zu­drü­cken:​Ich kom­me aus einer unend­li­chen Lie­be — und die­se Lie­be spricht mich täg­lich an.

Aus Connecticut/​USA ange­reist war David Craig, Begrün­der des Apos­to­lats Ado­ra­ti­on for Voca­ti­ons”. Vor den mehr als 120 Work­shop­teil­neh­mern beton­te er: Gott ist treu — er wird ant­wor­ten”. Anbe­tung und Gebet sei­en beson­ders im Hin­blick auf Pries­ter­be­ru­fun­gen zen­tral. Zeug­nis dar­über leg­te er am drit­ten und letz­ten Kon­gress­tag in der Basi­li­ka ab.

Wer­de, wer du bist!” lau­te­te die zen­tra­le Bot­schaft von Bischof Ste­fan Oster an die Gläu­bi­gen in der Hei­li­gen Mes­se am Sams­tag­mit­tag. Inwie­fern das mit Gott­ver­bun­den­heit in unmit­tel­ba­rem Zusam­men­hang steht, erklär­te er genauer.

Ich glau­be, es ist deut­lich gewor­den, dass Evan­ge­li­sie­rung mit Gebet ein­her­geht, dass sie Gebet vor­aus­setzt und von Gebet getra­gen wer­den muss.”

Bischof Stefan Oster

Und schließ­lich gab es bei einem Podi­ums­ge­spräch noch vie­le Impul­se für Gebets­aben­de: Night­fe­ver, Night­fire, Holy Hour (Jugend 2000), Abend der Barm­her­zig­keit (Gemein­schaft Emma­nu­el), Ado­ray (Schweiz) und die Loret­to-Gemein­schaft (Öster­reich) sind alle­samt bewähr­te Model­le. Ein Gebets­abend für die Neuevan­ge­li­sie­rung der deutsch­spra­chi­gen Län­der (D/Ö/CH) war Abschluss des zwei­ten Adoratio-Tages.

Abschluss mit der Heiligen Messe

Was bringt” Anbe­tung? Die­se Fra­ge beant­wor­te­te Pater Flo­ri­an Raci­ne (Frank­reich) in sei­nem Vor­trag Die Früch­te der ewi­gen Anbe­tung” als Abschluss der Vor­trags­rei­he. Er spann­te damit den Bogen zum Eröff­nungs­vor­trag von Bischof Ste­fan Oster Anbe­tung — War­um?”. Sei­ne Bot­schaft: Alle pro­fi­tie­ren von der eucha­ris­ti­schen Anbe­tung, jeder per­sön­lich, die Pfarr­ge­mein­de, die (Welt-)Kirche — und zwar in vie­ler­lei Hin­sicht. Eucha­ris­tie sei Nah­rungs­mit­tel, schen­ke Kraft, Trost, Stär­ke, Hei­lung, und sor­ge für Wachs­tum in Nächs­ten­lie­be. Die Zuhö­rer bestärk­te er: Gehen Sie zurück zur Quel­le, zu Jesus!” Und er schloss: Möge es also kom­men, das Reich der Eucharistie.”

Vor vol­ler Basi­li­ka leg­te David Craig sein Zeug­nis ab. Er ermu­tig­te die Gläu­bi­gen, für (neue) Beru­fun­gen zu beten. Craig lud ein, das auch in der eucha­ris­ti­schen Anbe­tung in Stil­le danach zu tun. Beten um geist­li­che Beru­fun­gen kön­nen die Pfar­rei­en im Bis­tum Pas­sau auch über den Ado­ra­tio-Kon­gress hin­aus. Eine Beru­fungs­mons­tranz aus Holz wird in den kom­men­den Mona­ten auf Rei­sen” gehen. Sie wur­de zum Abschluss des Kon­gres­ses überreicht.

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Sei­nen fei­er­li­chen Abschluss fand der Kon­gress in der Hei­li­gen Mes­se, die Bischof Ste­fan Oster zele­brier­te. Vor ihrem Auf­bruch gab er den Teil­neh­mern noch fol­gen­des Bild mit auf den Weg: der von Son­nen­licht erstrahl­te Him­mel mit Gott.

Gehen wir zur Anbe­tung, damit die Son­ne immer wie­der durchkommt.”

Bischof Stefan Oster

Einen beson­de­ren Dank rich­te­te er abschlie­ßend an die Orga­ni­sa­to­ren rund um das Refe­rat Neuevan­ge­li­sie­rung des Bis­tums Pas­sau und die mehr als 150 frei­wil­li­gen Hel­fer. Ohne sie wäre die Ver­an­stal­tung nicht mög­lich gewe­sen. Sie haben einen groß­ar­ti­gen Dienst geleis­tet”, so der Bischof. Über­all habe er fro­he Gesich­ter gese­hen und er den­ke, dass sich alle immer gut auf­ge­ho­ben gefühlt haben, sag­te er. Man habe gemerkt, wie viel Herz­blut dar­in ste­cke und wie viel Freu­de sie dar­an hät­ten. Wir haben unheim­lich vie­le dank­ba­re Men­schen getrof­fen”, sag­te auch Ingrid Wag­ner, Lei­te­rin des Refe­rats für Neuevan­ge­li­sie­rung im Bis­tum Pas­sau und Mit­or­ga­ni­sa­to­rin des Kon­gres­ses. Wir wer­den das Gan­ze wie­der­ho­len”, kün­dig­te sie an, wann und wie, ste­he noch nicht fest. Den Rück­mel­dun­gen nach ist das Ver­lan­gen danach jeden­falls groß.”

Impressionen von den drei Tagen

Anbetung – was heißt das wirklich?

Was heißt das wirk­lich, Gott anzu­be­ten? Wie und war­um beten wir über­haupt an? Anfang des Jah­res hat Bischof Dr. Ste­fan Oster SDB zum ers­ten Mal die Ein­la­dung zu die­sem Kon­gress aus­ge­spro­chen, um die­sen und wei­te­ren Fra­gen nach­zu­ge­hen und Erfah­run­gen aus­zu­tau­schen. Es wird vie­le Mög­lich­kei­ten geben, ver­schie­de­ne For­men der Anbe­tung ken­nen­zu­ler­nen, kon­kre­te Hil­fen dafür zu bekom­men – und um gemein­sam anzu­be­ten. Als Refe­ren­ten haben sich neben dem Pas­sau­er Bischof der Augs­bur­ger Weih­bi­schof Flo­ri­an Wör­ner und Pater Hans Buob SAC ange­kün­digt. Außer­dem wird Père Flo­ri­an Raci­ne MSE aus Frank­reich mit dabei sein, der seit fünf Jah­ren Ado­ra­tio in Süd­frank­reich organisiert.

Den Herrn anzu­be­ten bedeu­tet, ihm den Platz zu geben, der ihm gebührt. Den Herrn anzu­be­ten bedeu­tet, zu sagen und zu glau­ben – aber nicht nur mit Wor­ten –, dass er allein wirk­lich unser Leben lenkt. Den Herrn anzu­be­ten bedeu­tet, dass wir vor ihm die Über­zeu­gung gewin­nen, dass er der ein­zi­ge Gott, der Gott unse­res Lebens, der Gott unse­rer Geschich­te ist.”

Papst Franziskus

Sehnsucht wecken nach mehr

Es sei eine der gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen der Kir­che von heu­te und mor­gen, Gott um sei­ner selbst wil­len lie­ben zu ler­nen, betont der Pas­sau­er Bischof Dr. Ste­fan Oster: Das ist die Hal­tung der Anbe­tung – aus der letzt­lich alle Frucht­bar­keit für die Evan­ge­li­sie­rung kommt“. Gott selbst ist es, der die Her­zen berührt, wenn wir ihm begeg­nen. Das Anlie­gen des Kon­gres­ses ist des­halb, den Schatz der Eucha­ris­tie – spe­zi­ell der eucha­ris­ti­schen Anbe­tung – für sich per­sön­lich, in den Pfar­rei­en und Grup­pen wie­der neu zu ent­de­cken und die Sehn­sucht zu wecken, allen Men­schen die­se Begeg­nung mit Gott zu ermög­li­chen. Wei­te­re Anlie­gen sind der Erfah­rungs­aus­tausch und die Ver­net­zung von Men­schen, denen die eucha­ris­ti­sche Anbe­tung und deren Ver­brei­tung im deutsch­spra­chi­gen Raum am Her­zen liegt, sowie das gemein­sa­me Gebet.

Hintergründe zur Entstehung des Kongresses

Bischof Domi­ni­que Rey aus Fréjus-Tou­lon in Frank­reich hat im Juni 2011 in Rom den ers­ten inter­na­tio­na­len Ado­ra­tio-Kon­gress zur ewi­gen eucha­ris­ti­schen Anbe­tung initi­iert. Orga­ni­siert wur­de Adoratio2011“ von Père Flo­ri­an Raci­ne und sei­ner Gemein­schaft, den Mis­sio­na­ren der Aller­hei­ligs­ten Eucha­ris­tie“ (MSE), die Bischof Rey im Jahr 2007 gegrün­det hat. Die­ser Kon­gress mit dem The­ma Von der eucha­ris­ti­schen Anbe­tung zur Evan­ge­li­sie­rung“ zeich­ne­te sich durch eine Viel­zahl von inter­na­tio­na­len Refe­ren­ten aus. Got­tes Grö­ße zu erken­nen und ihn anzu­be­ten, sei ein ers­ter Schritt auf dem Weg einer neu­en Evan­ge­li­sie­rung in der Kir­che, beschrieb Bischof Domi­ni­que Rey die Rele­vanz von Anbe­tung auf dem Adoratio2011 in Rom. Dies sei auch der Grund für die­se Initia­ti­ve. Seit 2014 orga­ni­siert Père Flo­ri­an Raci­ne in sei­ner Pfar­rei in St. Maxi­min-la-Sain­te-Bau­me (Frank­reich), in der Gra­bes­kir­che der Hei­li­gen Maria Mag­da­le­na den Kon­gress Adoratio. 

Bei sei­nem Besuch in Frank­reich lern­te Bischof Dr. Ste­fan Oster Bischof Domi­ni­que Rey und Père Flo­ri­an Raci­ne ken­nen. Im Som­mer 2018 traf Ste­fan Born­eis aus Ful­da, der bereits mehr­mals beim Ado­ra­tio in Frank­reich mit dabei war, Bischof Dr. Ste­fan Oster in Alt­öt­ting, berich­te­te ihm von sei­nen Erfah­run­gen in Frank­reich und bat ihn, die­sen Kon­gress auch für die deutsch­spra­chi­gen Län­der zu initiieren.

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