Das glauben wir

Neue Aufgabe für Wolfgang de Jong

Redaktion am 24.07.2023

Bp BB Jugendpfarrer Wolfgang de Jong Verabschiedung Hd J PA 21 07 2023 4 Foto: Bernhard Brunner
Im Ministranten-Gewand überreichte Wolfgang Schurr (l.), Grundsatzreferent des Bischöflichen Jugendamtes, dem scheidenden Jugendpfarrer Wolfgang de Jong ein gemeinschaftliches Geschenk des gesamten Teams.

Domdekan Dr. Hans Bauernfeind würdigt zum Abschied das Engagement des 54-Jährigen – Ab September neue Aufgabe als Seelsorger im Pfarrverband Fürstenzell

Die Zeit des Abschieds und Los­las­sens ist für Diö­ze­san-Jugend- und Minis­tran­ten­pfar­rer Wolf­gang de Jong gekom­men, der zum Sep­tem­ber als Pfar­rer die Seel­sor­ge im Pfarr­ver­band Fürs­ten­zell über­neh­men wird. Sei­ne enor­me Beliebt­heit war in allen Rede­bei­trä­gen und in den Sket­chen der Mit­ar­bei­ter des Bischöf­li­chen Jugend­am­tes bei der Abschieds­fei­er im Haus der Jugend in Pas­sau spür­bar. Du bist zum Brü­cken­bau­er gewor­den“, sag­te Dom­de­kan Dr. Hans Bau­ern­feind über den 54-jäh­ri­gen gebür­ti­gen Alt­öt­tin­ger. De Jong dank­te sei­nem Team für das Zusam­men­wir­ken mit dem Ziel, dass etwas Gutes pas­sie­ren konnte.“

Bp BB Jugendpfarrer Wolfgang de Jong Verabschiedung Hd J PA 21 07 2023 1 Foto: Bernhard Brunner

In Ver­tre­tung von Bischof Dr. Ste­fan Oster wür­dig­te Bau­ern­feind den Spi­rit, mit dem der schei­den­de Jugend­pfar­rer in den zurück­lie­gen­den zwölf Jah­ren sei­ne viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben ange­gan­gen ist – ein Rie­sen-Port­fo­lio“, wie der Dom­de­kan hin­zu­füg­te. Er habe Wolf­gang de Jong als jugend­be­geis­tert, auf­ge­schlos­sen und gesprächs­be­reit erlebt, der alles zusam­men­wach­sen und am Dom­platz ein Ver­net­zungs­werk der Jugend­ar­beit ent­ste­hen habe las­sen. Beson­ders hob der Lei­ter der Haupt­ab­tei­lung Seel­sor­ge und Evan­ge­li­sie­rung den deut­li­chen Schwer­punkt auf der all­jähr­li­chen gro­ßen Jugend­wall­fahrt nach Alt­öt­ting her­vor und ver­lieh dem Diö­ze­san­vor­sit­zen­den des Bun­des der Deut­schen Katho­li­schen Jugend unter Applaus das Zer­ti­fi­kat als Wall­fahrts­meis­ter, unter­zeich­net von allen Mit­ar­bei­tern und Mit­ar­bei­te­rin­nen des Jugendamtes.

Bau­ern­feind hob de Jongs beein­dru­cken­de Loya­li­tät her­vor. Er beschrieb den weit­ge­reis­ten und Rom-erprob­ten Jugend­pfar­rer als sach­kun­dig, ver­läss­lich und aus­kunfts­stark. Die Tri­as aus Mensch‑, Christ- und Pries­ter­sein sei bei ihm immer ver­bun­den geblie­ben, so der Dom­de­kan, nach des­sen Wor­ten de Jong stets glau­bens­fest ist und einen boden­stän­di­gen Glau­ben repräsentiert. 

Er ver­kör­pe­re unkom­pli­zier­tes, ein­la­den­des und glaub­wür­di­ges Pries­ter­tum in einem und habe die wich­ti­ge Rol­le in der Jugend­ver­bands­ar­beit immer gese­hen, aber in allem auch eine star­ke sozia­le Ader gezeigt. Wolf­gang de Jong sei ein kom­mu­ni­ka­ti­ons­star­ker Mensch“ und habe in Kri­sen wie ein Leucht­turm in der Land­schaft gewirkt, der durch­set­zungs­stark alles durch­leuch­te. Wie gut, dass dich dei­ne Beru­fung in die­se Auf­ga­be hin­ein­ge­führt hat“, kon­sta­tier­te Bauernfeind.

In Bezug auf die Lesung aus dem Buch Gene­sis mit dem Auf­ruf des Herrn an Abra­ham, sein Land zu ver­las­sen, so dass er ihn zu einem gro­ßen Volk mache mit der Pro­phe­zei­ung Ein Segen sollst du sein“, stell­te Wolf­gang de Jong in sei­ner Pre­digt die Fra­ge in den Raum, wel­cher Weg der rich­ti­ge sei.

Auch heu­te geht es um Abschied und Los­las­sen nach fast zwölf Jah­ren als Jugendpfarrer”

Wolfgang De Jong

Auch heu­te geht es um Abschied und Los­las­sen nach fast zwölf Jah­ren als Jugend­pfar­rer“, gab der Pries­ter zu beden­ken, ehe er Rück­schau hielt auf die­se Zeit vol­ler beein­dru­cken­der Momen­te – unter ande­rem auch als Mit­glied der deut­schen und der baye­ri­schen Jugend­amts­lei­tun­gen. In Erin­ne­rung rief er die Jugend­wall­fahr­ten als Groß­pro­jek­te, die Pla­nung und Umset­zung des Umzugs des Bischöf­li­chen Jugend­am­tes aus der Inn­b­rück­gas­se ins Haus St. Maxi­mi­li­an, die Rom­wall­fahrt 2018 sowie die Teil­nah­me an den Welt­ju­gend­ta­gen in Rio de Janei­ro, Kra­kau, Pana­ma und Lissabon. 

Als ganz ein­ma­li­ge Geschich­te erach­te­te de Jong die bun­des­wei­te Stern­sin­ger-Aus­sendung 2018 in Alt­öt­ting. Das war für mich das schöns­te“, bekun­de­te er. Als Wahn­sinn für die Jugend­ar­beit wer­te­te der schei­den­de Jugend­pfar­rer hin­ge­gen die Coro­na-Pan­de­mie, als es plötz­lich gehei­ßen habe: Es geht nichts mehr.“ Doch es sei­en gro­ße Krea­ti­vi­tät und viel Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit auf der Suche nach Alter­na­ti­ven – etwa zur aus­ge­fal­le­nen Jugend­wall­fahrt – gezeigt wor­den. Nicht uner­wähnt ließ er die Ent­schei­dung, 2020 die Beru­fungs­pas­to­ral im Haus St. Maxi­mi­li­an auf­zu­neh­men. Sein Fazit: Wir haben immer gute Lösun­gen gefun­den.“ Nicht zuletzt kam der Geist­li­che auf sei­nen Gedan­ken zu spre­chen, einen neu­en Schritt zu wagen und sich für die aus­ge­schrie­be­ne Pfar­rer­stel­le in Fürs­ten­zell zu bewer­ben. Rück­bli­ckend hob de Jong her­vor, im Bischöf­li­chen Jugend­amt eini­ges erreicht zu haben, das sich sehen las­sen kön­ne. Ich habe ver­sucht, das Bes­te für die Jugend­ar­beit her­aus­zu­ho­len“, ver­si­cher­te er und dank­te in ers­ter Linie Gott für des­sen Begleitung.

Nach dem von Niko­laus Pfeif­fer am E‑Piano musi­ka­lisch beglei­te­ten Got­tes­dienst und einem klei­nen Steh­emp­fang ver­la­ger­te sich die Fei­er in die Turn­hal­le des Hau­ses der Jugend. Dort insze­nier­ten zunächst Ver­tre­ter der Pfar­rei Dorf­bach, wo Wolf­gang de Jong wäh­rend sei­ner Zeit als Jugend­pfar­rer wohn­te und auch seel­sor­ge­risch aktiv war, auf lus­ti­ge Wei­se Gedan­ken einer eigens aus Rom ange­reis­ten fin­gier­ten Non­ne zum bis­he­ri­gen Wer­de­gang von Don Wolf­gang“ in ita­lie­ni­scher Spra­che mit sehr frei­er Über­set­zung. Danach zeich­ne­ten Mit­ar­bei­ter des Bischöf­li­chen Jugend­am­tes in einer Art Musi­cal zur Musik von Niko­laus Pfeif­fer mit Band die Sta­tio­nen in de Jongs Kar­rie­re nach. Dabei kam her­aus, dass er ursprüng­lich gerüch­te­wei­se auf­grund sei­nes Namens als Hol­län­der ange­kün­digt wor­den war, der – kli­schee­haft – zunächst in einem mit­ge­brach­ten Wohn­wa­gen leben werde.

Schau­spie­le­risch mit viel Iro­nie nach­ge­stellt wur­de unter ande­rem die Rol­le des schei­den­den Jugend­pfar­rers als Kri­sen­ma­na­ger beim Hoch­was­ser 2013, als begna­de­ter Rei­se­lei­ter, als ver­sier­ter Orga­ni­sa­tor vir­tu­el­ler Ver­samm­lun­gen wäh­rend der Pan­de­mie und als Elvis-Dou­ble. Zuletzt rich­te­te Tho­mas Ste­ger, Geschäfts­füh­rer des Bischöf­li­chen Jugend­am­tes, herz­li­che Dan­kes­wor­te an Wolf­gang de Jong, ver­bun­den mit den bes­ten Wün­schen für die neue Auf­ga­be. Ein Geschenk über­reich­te abschlie­ßend Wolf­gang Schurr, Grund­satz­re­fe­rent der von de Jong über zwölf Jah­re gelei­te­ten Ein­rich­tung. Zuver­sicht strahl­te der schei­den­de Jugend­pfar­rer zum Abschied aus. Denn es gibt – wie er zum Ende sei­ner Pre­digt kon­sta­tiert hat­te – einen, der bleibt unser Weg­be­glei­ter: Gott.“

Bp BB Jugendpfarrer Wolfgang de Jong Verabschiedung Hd J PA 21 07 2023 3 Foto: Bernhard Brunner

Text: Bern­hard Brunner

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