190326_Interview-AG-Laudato-Si_hp Foto: Zieringer/pbp

Laudato si

Mehr Klima- und Umweltschutz im Bistum Passau! Die Vorgehensweise zum "Gemeinwohlorientierten kirchlichen Umweltmanagement" steht. Der Ordinariatsrat hat den Vorschlag der Arbeitsgruppe Laudato si beschlossen.

Die Schöp­fung bewah­ren und welt­wei­ter sozia­ler Unge­rech­tig­keit begeg­nen – in sei­nem Schrei­ben Lau­da­to si hat Papst Fran­zis­kus dies in aller Klar­heit als ori­gi­nä­re Auf­ga­ben von Kir­che beschrie­ben. Doch wie lässt sich die­se Auf­ga­be hier bei uns im Bis­tum Pas­sau bewäl­ti­gen? Mit die­ser Fra­ge beschäf­tigt sich die Arbeits­grup­pe Lau­da­to si”. Sie ist im Bis­tum Pas­sau dafür ver­ant­wort­lich, kon­kre­te Vor­schlä­ge für die prak­ti­sche Umset­zung der gleich­na­mi­gen Enzy­kli­ka von Papst Fran­zis­kus, zu erstellen.

Die Arbeitsgruppe (AG) Laudato si

Lau­da­to si, mi Signo­re – Gelobt seist du, mein Herr, sang der hei­li­ge Fran­zis­kus von Assi­si. In die­sem schö­nen Lob­ge­sang erin­ner­te er uns dar­an, dass unser gemein­sa­mes Haus wie eine Schwes­ter ist, mit der wir das Leben tei­len, und wie eine schö­ne Mut­ter, die uns in ihre Arme schließt“. Mit die­sen Wor­ten beginnt Papst Fran­zis­kus sei­ne Umwelt-Enzy­kli­ka Lau­da­to si“. Und der Hei­li­ge Vater fügt hin­zu: Die­se Schwes­ter schreit auf wegen des Scha­dens, den wir ihr auf­grund des unver­ant­wort­li­chen Gebrauchs und des Miss­brauchs der Güter zufü­gen, die Gott in sie hin­ein­ge­legt hat.“

Die Schreie der Natur hören und Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung über­neh­men – das war Hin­ter­grund für die Grün­dung der einer Umwelt-AG”. Das Bis­tum Pas­sau woll­te nicht nur Reden, son­dern Han­deln. Die­sen Vor­satz hat man sich schon 1996 mit Erlass der Öko­lo­gi­schen Leit­li­ni­en (2008 aktua­li­siert) auf die Fah­nen geschrie­ben. 2014 wur­de dann die AG Lau­da­to si gegrün­det. Fünf Jah­re spä­ter brach­te die AG die Vor­ge­hens­wei­se zum Gemein­wohl­ori­en­tier­ten kirch­li­chen Umwelt­ma­nage­ment im Bis­tum Pas­sau” auf den Weg (sie­he unten). 2020 wur­den die neu­en öko­lo­gi­schen Leit­li­ni­en bei der Diö­ze­san­rats­voll­ver­samm­lung prä­sen­tiert. Mit Über­ga­be der neu­en öko­lo­gi­schen Leit­li­ni­en wur­de auch die Arbeit der AG Lau­da­to Si beendet.

Die Leitlinien als Download

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Bereits 1996 wur­den die Öko­lo­gi­schen Leit­li­ni­en für die Diö­ze­se Pas­sau erlas­sen und 2008 aktua­li­siert. Es ist ein öko­lo­gi­sches Gesamt­kon­zept, in dem Lebens- und Hand­lungs­si­tua­tio­nen der Kir­che unter christ­li­cher Mit­ver­ant­wor­tung für die Schöp­fung dar­ge­stellt sind.

Die Arbeits­grup­pe Lau­da­to si führ­te eine umfang­rei­che Bestands­auf­nah­me vor dem Hin­ter­grund der öko­lo­gi­schen Leit­li­ni­en, der Prin­zi­pi­en der Gemein­wohl­öko­no­mie und der Aus­sa­gen der Enzy­kli­ka Lau­da­to si durch. Im Früh­jahr 2019 wur­de die Vor­ge­hens­wei­se zum Gemein­wohl­ori­en­tier­ten kirch­li­chen Umwelt­ma­nage­ment im Bis­tum Pas­sau” defi­niert und im Ordi­na­ri­ats­rat beschlos­sen — mit vier Oberpunkten:

  • Kirch­li­che Häu­ser und Einrichtungen
  • Bau­en, Ener­gie und Umgang mit Ressourcen
  • Schöp­fungs­ori­en­tier­te Waldbewirtschaftung
  • Büro und Beschaffung

Bistumsübergreifendes Schöpfungsengagement

Die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz hat am 25. Okto­ber 2021 erst­ma­lig eine Doku­men­ta­ti­on über den Stand des Schöp­fungs­en­ga­ge­ments in den deut­schen (Erz-)Bistümern vor­ge­legt. Die Pres­se­mit­tei­lung zum Nach­le­sen fin­den Sie hier:

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