190326_Interview-AG-Laudato-Si_hp

Laudato si

Mehr Klima- und Umweltschutz im Bistum Passau! Die Vorgehensweise zum "Gemeinwohlorientierten kirchlichen Umweltmanagement" steht. Der Ordinariatsrat hat den Vorschlag der Arbeitsgruppe Laudato si beschlossen.


Die Schöp­fung bewah­ren und welt­wei­ter sozia­ler Unge­rech­tig­keit begeg­nen – in sei­nem Schrei­ben Lau­da­to si hat Papst Fran­zis­kus dies in aller Klar­heit als ori­gi­nä­re Auf­ga­ben von Kir­che beschrie­ben. Doch wie lässt sich die­se Auf­ga­be hier bei uns im Bis­tum Pas­sau bewäl­ti­gen? Mit die­ser Fra­ge beschäf­tigt sich die Arbeits­grup­pe Lau­da­to si”. Sie ist im Bis­tum Pas­sau dafür ver­ant­wort­lich, kon­kre­te Vor­schlä­ge für die prak­ti­sche Umset­zung der gleich­na­mi­gen Enyzkli­ka von Papst Fran­zis­kus, zu erstellen.

Hier finden Sie einen Bericht über den Schöpfungstag in Niederalteich:

Netzwerk Umweltarbeit in der Pfarrei

Bereits 1996 wur­den die Öko­lo­gi­schen Leit­li­ni­en für die Diö­ze­se Pas­sau erlas­sen und 2008 aktua­li­siert. Es ist ein öko­lo­gi­sches Gesamt­kon­zept, in dem Lebens- und Hand­lungs­si­tua­tio­nen der Kir­che unter christ­li­cher Mit­ver­ant­wor­tung für die Schöp­fung dar­ge­stellt sind.

Aktu­el­les aus der Arbeits­grup­pe Lau­da­to si (März 2019): Die umfang­rei­che Bestands­auf­nah­me vor dem Hin­ter­grund der öko­lo­gi­schen Leit­li­ni­en, der Prin­zi­pi­en der Gemein­wohl­öko­no­mie und der Aus­sa­gen der Enzy­kli­ka Lau­da­to si ist been­det. 2018 wur­den dann bei AG-Tref­fen kon­kre­te Vor­schlä­ge auf den Tisch gelegt. Jetzt (März 2019) steht die Vor­ge­hens­wei­se zum Gemein­wohl­ori­en­tier­ten kirch­li­chen Umwelt­ma­nage­ment im Bis­tum Pas­sau” fest. Sie wur­de im Ordi­na­ri­ats­rat beschlos­sen — mit vier Oberpunkten:

  1. Kirch­li­che Häu­ser und Einrichtungen
  2. Bau­en, Ener­gie und Umgang mit Ressourcen
  3. Schöp­fungs­ori­en­tier­te Waldbewirtschaftung
  4. Büro und Beschaffung

Die Arbeitsgruppe (AG) Laudato si

Lau­da­to si, mi Signo­re – Gelobt seist du, mein Herr, sang der hei­li­ge Fran­zis­kus von Assi­si. In die­sem schö­nen Lob­ge­sang erin­ner­te er uns dar­an, dass unser gemein­sa­mes Haus wie eine Schwes­ter ist, mit der wir das Leben tei­len, und wie eine schö­ne Mut­ter, die uns in ihre Arme schließt“. Mit die­sen Wor­ten beginnt Papst Fran­zis­kus sei­ne Umwelt-Enzy­kli­ka Lau­da­to si“. Und der Hei­li­ge Vater fügt hin­zu: Die­se Schwes­ter schreit auf wegen des Scha­dens, den wir ihr auf­grund des unver­ant­wort­li­chen Gebrauchs und des Miss­brauchs der Güter zufü­gen, die Gott in sie hin­ein­ge­legt hat.“

Die Schreie der Natur hören und Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung über­neh­men – das war Hin­ter­grund für die Grün­dung der einer Umwelt-AG”. Das Bis­tum Pas­sau woll­te nicht nur Reden, son­dern Han­deln. Die­sen Vor­satz hat man sich schon 1996 mit Erlass der Öko­lo­gi­schen Leit­li­ni­en (2008 aktua­li­siert) auf die Fah­nen geschrie­ben. 2014 wur­de dann die AG Lau­da­to si gegrün­det. Knapp fünf Jah­re spä­ter bringt sie jetzt (März 2019) die Vor­ge­hens­wei­se zum Gemein­wohl­ori­en­tier­ten kirch­li­chen Umwelt­ma­nage­ment im Bis­tum Pas­sau” auf den Weg.

Mit sei­ner Enzy­kli­ka Lau­da­to si hat uns Papst Fran­zis­kus wie­der neu vor Augen gestellt, dass die Schöp­fungs­ver­ant­wor­tung auch eine sozia­le Dimen­si­on hat, dass es dar­um geht, gerecht mit den Mit­teln, die uns die Welt, die Erde, die Schöp­fung zur Ver­fü­gung stellt, umzu­ge­hen. Und des­we­gen wol­len wir in der Diö­ze­se Pas­sau das gemein­wohl­ori­en­tier­te Han­deln mit dem Umwelt­ge­dan­ken ver­bin­den und in Leit­li­ni­en nie­der­schrei­ben, die dann Arbeits­pa­pier wer­den für die Arbei­ten vor Ort in den Gre­mi­en, in den Ein­rich­tun­gen und Pfarreien.”

Generalvikar Dr. Klaus Metzl, Vorsitzender der AG Laudato si
2019 Bistum Pfarreien Umwelt Laudatosi
  • Gene­ral­vi­kar Dr. Klaus Metzl
  • Diö­ze­san­bau­meis­ter Jochen Jarzombek
  • Umwelt­be­auf­trag­ter Josef Holzbauer
  • Vor­sit­zen­de des SA Berufs- und Arbeits­welt Ange­li­ka Görmiller
  • Vor­sit­zen­der des SA Schöp­fung und Umwelt Her­bert Schwoshuber
  • Geschäfts­füh­re­rin des KDFB Kath­rin Plechinger
  • Finanz­di­rek­tor Dr. Josef Sonnleitner
  • BDKJ-Refe­ren­tin Maria Schmid
  • Geschäfts­füh­rer des Diö­ze­san­ra­tes Peter Oberleitner
  • Ver­tre­te­rin des Diö­ze­sanca­ri­tas­ver­ban­des Ingrid Aldozó-Entholzner
  • Ver­tre­ter des Diö­ze­san­steu­er­aus­schus­ses Hel­mut Wurm
  • Lei­te­rin Pres­se­stel­le Moni­ka Zieringer

Umweltarbeit ganz konkret