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Bistum

„Gemeinsam auf dem Weg der Hoffnung“

Stefanie Hintermayr am 15.10.2021

432 A1821 1 Foto: Stefanie Hintermayr/pbp

Synodaler Weg weltweit, Pastoral- und Zukunftsplanung im Bistum und die Pfarrgemeinderatswahlen 2022 waren die bestimmenden Themen der Herbst-Vollversammlung des Diözesanrats. Das Gremium tagte am 15./16. Oktober wieder in Präsenz, und am ersten Tag mit Bischof Stefan Oster SDB in Passau.

Nach­dem die letz­ten Voll­ver­samm­lun­gen bes­ten­falls in Hybrid­form statt­fin­den durf­ten, war die Freu­de jetzt umso grö­ßer im Diö­ze­san­rat. Die Mit­glie­der des höchs­ten Lai­en­gre­mi­ums im Bis­tum Pas­sau konn­ten sich am Wochen­en­de des 15./16. Okto­ber 2021 wie­der in Prä­senz tref­fen. Schön, dass Sie gekom­men sind, um aktu­el­le kirch­li­che und poli­ti­sche The­men auf Welt‑, Bun­des- und Diö­ze­san­e­be­ne zu dis­ku­tie­ren“, begrüß­te der Diö­ze­san­rats­vor­sit­zen­de Mar­kus Biber die Teil­neh­me­rIn­nen ein­gangs. Gemein­sam auf dem Weg der Hoff­nung” lau­te­te das Mot­to. Und es hät­te vom Vor­stand nicht pas­sen­der gewählt wer­den kön­nen in Zei­ten von Wan­del und Erneue­rung der Kir­che von Pas­sau, ein Zei­chen der Hoff­nung” für die öku­me­ni­sche Voll­ver­samm­lung. Der Kon­fe­renz­teil am ers­ten Tag wur­de ein­ge­lei­tet durch die Nach­wahl eines Ver­tre­ters ins Lan­des­ko­mi­tee. Mit 45 Ja-Stim­men und drei Ent­hal­tun­gen wur­de Domi­nik Wies­mann, Jugend­re­fe­rent im kirch­li­chen Jugend­bü­ro Pas­sau, gewählt.

Synodaler Weg

Nach­dem Chris­ti­ne Kram­mer als Lei­te­rin des Refe­rats Welt­kir­che ein neu­es Pro­jekt vor­stell­te, stand eines der wich­tigs­ten The­men auf der Tages­ord­nung: Der Syn­oda­le Weg, Reform­pro­zess der katho­li­schen Kir­che auf Welt‑, Bun­des- und Diö­ze­san­e­be­ne. Mar­kus Biber stell­te hier­zu ein Arbeits­pa­pier der AG Syn­oda­ler Weg im Bis­tum Pas­sau vor. Es trägt den Titel Kir­che vor Ort” und erör­tert drei Ansät­ze zur Zukunft der Kir­che auf Pfar­rei­ebe­ne im Bis­tum. Es ist uns ein Anlie­gen, die Syn­oda­li­tät in unse­ren Pfar­rei­en zu för­dern“, so Mar­kus Biber, was Bischof Ste­fan Oster nur bestä­tig­te. Der Ober­hir­te unter­strich dies­be­züg­lich noch­mals die Not­wen­dig­keit eines Wan­dels der Kir­che: Ich kann Ihnen ver­si­chern, dass der Reform­be­darf bei allen Bischö­fen der deut­schen Bis­tü­mer gese­hen wird, selbst wenn die Mei­nun­gen über die ein­zel­nen Ver­än­de­run­gen teils aus­ein­an­der­ge­hen.“ Zöli­bat, Sexu­al­mo­ral, Rol­le der Frau­en und Macht­fra­ge sei­en schließ­lich gro­ße The­men in der katho­li­schen Kir­che. Ich glau­be, wir müs­sen uns dar­um küm­mern zu wis­sen, was Lei­tung bedeu­tet und wie Men­schen in der Kir­che heu­te lei­ten, v.a. auch die Pries­ter“, beton­te Bischof Ste­fan Oster. Die Fra­ge lau­te hier, wie man Betei­li­gung orga­ni­sie­ren und mit­ein­an­der leben kön­ne. Syn­odal heißt schließ­lich: gemein­sa­mer Weg. Und Papst Fran­zis­kus will, dass wir alle mit­ein­an­der auf dem Weg sind.“

Synodaler Weg im Bistum Passau

Ende Januar 2020 fand die erste Synodalversammlung in Frankfurt am Main statt. Für das Bistum Passau waren Bischof Dr. Stefan Oster SDB sowie Pfarrer Christian Kriegbaum als Vorsitzender des Priesterrates und der Diözesanratsvorsitzende der Katholiken im Bistum Passau Markus Biber beteiligt.

Strategische Überlegungen

Zu den Stra­te­gi­schen Über­le­gun­gen (Stra­te­gie­pa­pier) im Bis­tum infor­mier­te Gene­ral­vi­kar Josef Ede­rer und beton­te: Ent­schei­dend wird nicht das Papier sein. Ent­schei­dend wird sein, dass ein­zel­ne Pfar­rei­en sagen: Wo wer­den wir tätig und wo tun wir was.“ Ede­rer ver­wies dies­be­züg­lich auch dar­auf, dass es sich bei die­sen Stra­te­gi­schen Über­le­gun­gen um einen Ent­wurf han­delt, der durch Pra­xis­er­fah­run­gen immer wie­der ange­passt und opti­miert wür­de. Ich sehe vie­les auf die­sem Weg in Ent­wick­lung“, beton­te er. Als eine Art Weg­be­schrei­bung für die künf­ti­gen Schwer­punk­te im Bis­tum ent­hält es zukunfts­wei­sen­de Impul­se für die Pfar­rei­en. Lit­ur­gie und geist­li­ches Leben, Glau­ben, Dia­ko­nie und Cari­tas, pas­to­ra­le Räu­me, Visi­ta­tio­nen – all das gilt es für die künf­ti­ge Kir­che von Pas­sau mit Hil­fe des Papiers (neu) aus­zu­lo­ten. Die 18 pas­to­ra­len Räu­me als ter­ri­to­ria­le Räu­me der Diö­ze­se, inten­si­ve­re Betei­li­gung Ehren­amt­li­cher, Bil­dung und För­de­rung klei­ne­rer Glau­bens­ge­mein­schaf­ten sind bei­spiel­haft zen­tra­le Bestand­tei­le der Stra­te­gi­schen Überlegungen.

Pfarrgemeinderatswahlen 2022

Das HOME in Pas­sau ist ein Weg von den vie­len, der ver­sucht, Men­schen zu errei­chen“, erklär­te HOME-Geschäfts­füh­re­rin Ingrid Wag­ner bei einer kur­zen Vor­stel­lung des neu­en Gebets­hau­ses am Dom­platz, wel­ches am 4. Okto­ber mit der Jün­ger­schafts­schu­le gestar­tet war. Es sei ein Teil des Reform­pro­zes­ses im Bis­tum, so Wag­ner. Zusam­men mit den bei­den Mit­ar­bei­te­rIn­nen Nina Kör­ber und Hubert Lud­steck lud sie die Anwe­sen­den zu einem Besuch ein.

Letz­ter gro­ßer Tages­ord­nungs­punkt des Kon­fe­renz­teils am ers­ten Tag waren schließ­lich die anste­hen­den Pfarr­ge­mein­de­rats­wah­len am 20. März 2022. Jetzt nach der Coro­na­pan­de­mie wol­len wir die amtie­ren­den Pfarr­ge­mein­de­rä­te moti­vie­ren, sich neu auf­stel­len zu las­sen und auch, sich um neue Kan­di­da­tIn­nen zu bemü­hen“, beton­te der Diö­ze­san­rats­vor­sit­zen­de Mar­kus Biber. Es sei jetzt an der Zeit, neue Kan­di­da­tIn­nen für den Pfarr­ge­mein­de­rat zu gewin­nen. Die Pfarr­ge­mein­de­rä­te kön­nen jetzt so viel Ver­ant­wor­tung über­neh­men wie wahr­schein­lich noch nie zuvor. Des­halb ist es jetzt eine ganz beson­de­re Chan­ce, sich im Pfarr­ge­mein­de­rat zu engagieren.“

Abge­schlos­sen wur­de der ers­te Ver­samm­lungs­tag mit der gemein­sa­men Fei­er der Eucha­ris­tie mit Bischof Ste­fan Oster. Am zwei­ten Tag, dem öku­me­ni­schen Teil der Voll­ver­samm­lung in Orten­burg, tau­schen sich die bei­den Kir­chen über aktu­el­le Ent­wick­lun­gen und Zukunft ihrer Gemein­den aus – ganz dem Ver­samm­lungs­mot­to getreu Gemein­sam auf dem Weg der Hoffnung“.