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Kirche im Wandel – Pastoraltagung 2021

Stefanie Hintermayr am 11.10.2021

432 A1635 1 info-icon-20px Foto: Stefanie Hintermayr/pbp

„Eine neue Sozialgestalt von Kirche“ war das Thema der diesjährigen Pastoraltagung mit Bischof Stefan Oster SDB in Spectrum Kirche Passau und im Haus der Begegnung Burghausen im Oktober. Zentral dabei waren das Strategiepapier und die Ausgestaltung der neuen pastoralen Räume.

Das Strategiepapier (Entwurf)

Eccle­sia sem­per refor­man­da!“ („Die Kir­che ist immer im Wan­del“) – das gilt ange­sichts der Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit mehr denn je. Die Kir­che von Pas­sau ist seit eini­gen Jah­ren stra­te­gisch unter­wegs, um die­sen Wan­del aktiv zu gestal­ten. Stich­wort pas­to­ral-struk­tu­rel­ler Erneue­rungs­pro­zess“. Bei der dies­jäh­ri­gen Pas­to­ral­ta­gung vom 5. bis 11. Okto­ber in Pas­sau und Burg­hau­sen ging man erneut einen Schritt wei­ter. Unter dem Mot­to Gemein­schaf­ten von Gemein­schaf­ten“ wur­de mit­ein­an­der bedacht und dis­ku­tiert, wie die Kir­che in Zukunft auf­ge­stellt sein muss, um ihrem Auf­trag gerecht wer­den zu kön­nen. Dom­ka­pi­tu­lar Anton Spreit­zer, Haupt­ab­tei­lungs­lei­ter Bil­dung und Evan­ge­li­sie­rung, hat dazu das Stra­te­gie­pa­pier prä­sen­tiert. Die­ses work in pro­gress“ Arbeits­pa­pier gibt den Pfar­rei­en bei­spiel­haft Impul­se an die Hand, wie sie ganz kon­kret gut in die Zukunft gehen kön­nen – unter akti­ver Betei­li­gung aller Haupt­amt­li­cher, Ein­be­zug (neu­er) Ehren­amt­li­cher, Räten, Ver­bän­den, Grup­pen und wei­te­rer Glau­bens­ge­mein­schaf­ten. Ein pas­to­ra­ler Raum umspan­ne meh­re­re Pfarr­ver­bän­de mit all sei­nen Pfar­rei­en. Die Deka­ne und Pro­de­ka­ne haben hier einen ganz wesent­li­chen Part, eben­so die Gemein­de­be­ra­tung“, beton­te Spreit­zer. Sie wären eine Art Schalt­zen­tra­le“, in der die Fäden zusam­men­lau­fen. Sie struk­tu­rie­ren und orga­ni­sie­ren, in enger Koope­ra­ti­on mit den haupt- und ehren­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern. Eine qua­li­täts­vol­le Seel­sor­ge unter Beach­tung von Seel­sor­ge-Stan­dards wird hier die gro­ße Her­aus­for­de­rung sein“, so Spreit­zer. Eini­ge Bei­spie­le für Arbeits­fel­der in pas­to­ra­len Räu­men wur­den genannt: Jugend­pas­to­ral, Sakra­men­ten­pas­to­ral, Trau­er­pas­to­ral, Not­fall­seel­sor­ge oder auch Qua­li­fi­zie­rung und Beglei­tung des Ehren­am­tes. Die pas­to­ra­len Räu­me kön­nen auf vie­le Koope­ra­ti­ons­part­ner set­zen z. B. auch auf die Jugend­bü­ros, die Bil­dungs­häu­ser mit ihren Netz­wer­ken, die Ver­bän­de, geist­li­che Gemein­schaf­ten, und vie­le mehr. All die­se klei­nen Glau­bens­ge­mein­schaf­ten sum­mier­ten sich schließ­lich zu einer gro­ßen gan­zen Gemein­schaft, der Kir­che von Pas­sau. Wir befin­den uns hier in einem Pro­zess, in den diver­se Erfah­run­gen ein­flie­ßen. Der Text bleibt ein Arbeits­pa­pier, ein Ent­wurf“, beton­te Spreit­zer. Die Ent­wurfs­pha­se, in der man alle text­li­chen und inhalt­li­chen Modi­fi­ka­tio­nen vor­neh­men will, sol­le Ostern 2023 been­det sein, gab der Dom­ka­pi­tu­lar einen Aus­blick und mein­te schließ­lich: Die­ser Pro­zess wird Zeit und Geduld brauchen.“

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Entwurf "Strategische Überlegungen"

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Mensch-Gott-Beziehung – Vortrag von Bischof Oster

Doch nicht nur das Stra­te­gie­pa­pier waren maß­geb­lich für den Titel der Pas­to­ral­ta­gung Gemein­schaft von Gemein­schaf­ten – Eine neue Sozi­al­ge­stalt von Kir­che“. Auch die bei­den Vor­trä­ge von Bischof Ste­fan Oster SDB stan­den ganz im Zei­chen von Wan­del und Auf­bruch. Die Fra­ge, wo die Rei­se hin­geht, beschäf­tigt mich natür­lich sehr“, beton­te der Bischof ein­gangs. Er habe, gera­de auch bei Visi­ta­tio­nen, oft das Gefühl, dass der Wan­del in den Pfar­rei­en noch nicht so ange­kom­men ist. Man müs­se sich aber schon jetzt auf die Kir­che von mor­gen vor­zu­be­rei­ten, und die sehe er eher als eine Art Gemein­schaft von Gemein­schaf­ten“. Was das bedeu­tet, führ­te er im ers­ten anthro­po­lo­gi­schen Vor­trag genau­er aus. Es geht im tiefs­ten Sinn immer um das Gott-Mensch-Ver­hält­nis“, beton­te er. Über­haupt bestimm­ten Bezie­hun­gen unser mensch­li­ches Dasein; der Mensch sei immer auf Gemein­schaft aus­ge­legt. Per­sön­li­che Ent­fal­tung ist nur mög­lich in der Begeg­nung und im Sich-Ver­schen­ken für Ande­re“, beton­te der Bischof. In der Glau­bens­ge­mein­schaft der Kir­che kön­ne sich der Mensch stets getra­gen von Gott und Jesus und umge­ben vom Hei­li­gen Geist wis­sen, stets bedacht“ von der Got­tes­mut­ter Maria („Woh­nung Got­tes in der Welt“). Und in Zukunft wür­de es vie­le sol­cher klei­nen Glau­bens­ge­mein­schaf­ten geben, in der sich Men­schen zusam­men­fän­den, von Jesus erzäh­len, Zeug­nis geben und so Teil sein einer gro­ßen Gemein­schaft von Gemeinschaften“.

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Die große Erzählung – Vortrag von Bischof Oster

Erzäh­lung und Erzähl­ge­mein­schaf­ten“ lau­te­te der Titel des zwei­ten Vor­trags von Bischof Ste­fan Oster in Anknüp­fung an den ers­ten. Grund­sätz­lich hät­te jeder Mensch sei­ne eige­ne Erzäh­lung, sei­ne Lebens­ge­schich­te, die er mit ande­ren mit wirk­mäch­ti­gen Wor­ten tei­len kön­ne. Im Gegen­satz zu die­sen immer­fort wäh­ren­den klei­nen Geschich­ten sei­en aller­dings im Zeit­al­ter der Post­mo­der­ne die gro­ßen Erzäh­lun­gen vor­bei“. Aber: Als Chris­ten haben wir die letz­te gro­ße Erzäh­lung zu erzäh­len: die Heils­ge­schich­te“, beton­te der Bischof. Wir dür­fen ein­tre­ten in die gro­ße Erzäh­lung Got­tes. Das bedeu­tet Glau­ben für mich.“ In unse­rem Zeit­al­ter sei­en wir dazu beru­fen, unse­re eige­ne Geschich­te als eine Erzäh­lung Got­tes zu deu­ten. Der Bischof gab sich schließ­lich über­zeugt: Wer heu­te im Glau­ben bestehen will, sucht ers­tens ein tie­fe­res per­sön­li­ches Ver­ste­hen, zwei­tens erneu­er­tes Gebets­le­ben und eine tie­fe­re Chris­tus­be­zie­hung, und drit­tens die Gemein­schaft von Glaubensgeschwistern.“

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