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Bistum

Domorgelsanierung - Klangkonzept für mehr Klangfülle und Tragfähigkeit

Pressemeldung am 18.09.2019

2019_news_domorgelsanierung_klangkonzept info-icon-20px Foto: Wolfgang-Christian Bayer / pbp

Die Passauer Domorgel wird in den nächsten 5 Jahren von den Firmen Klais - Bonn und Schuke - Berlin in Kooperation mit Eisenbarth - Passau und Casavant Frères - Kanada für ca. 6,5 Mio. EUR saniert. Das neue Klangkonzept, das im Zuge der Sanierung umgesetzt wird, verleiht der Domorgel mehr Klangfülle und Tragfähigkeit.

Drin­gen­der Hand­lungs­be­darf im Bereich Brand­schutz, Sta­tik, Ver­schmut­zung, Schim­mel und Holz­wurm­be­fall erfor­dern grö­ße­re Maß­nah­men an der Dom­or­gel. Die Finan­zie­rung kann weit­ge­hend aus den Ein­nah­men der Orgel­kon­zer­te geleis­tet wer­den. Aus den Kon­zert­ein­nah­men der letz­ten Jah­re konn­te ca. 50% der benö­tig­ten Sum­me bereits ange­spart werden.

Das Klang­kon­zept ist eine Syn­the­se aus Stein­mey­er 1928 und neo­ba­ro­ckem Umbau durch Eisen­barth von 1980, mit Zusatz des ame­ri­ka­nisch aus­ge­rich­te­ten Solo­werks. Die 1980 ent­fal­le­nen Grund­stim­men­an­tei­le der Stein­mey­er-Orgel wer­den ergänzt, um der Orgel mehr Klang­fül­le und Trag­fä­hig­keit zu geben. Der Regis­ter­be­stand wird unter lit­ur­gi­schen und künst­le­ri­schen Aspek­ten neu geord­net und klang­lich optimiert.

Es wird mode­ra­te Erwei­te­run­gen um ein Solo­werk (drei­ge­teilt, Haupt­or­gel und zwei Stand­or­te im Kup­pel­be­reich auf Ora­to­ri­en der Sei­ten­schif­fe) sowie ein klei­nes Chor­be­gleit­werk im Unter­bau der Haupt­or­gel geben.

Das Solo­werk ist dazu kon­zi­piert, den Klang der Orgel nach vor­ne in den Kup­pel- und Chor­be­reich des Domes zu brin­gen und der anspruchs­vol­len Raum­akus­tik der Kathe­dra­le gerecht zu werden.

Die mecha­ni­sche Trak­tur der Haupt­or­gel samt der­zei­ti­gem mech. Spiel­tisch im Unter­bau der Haupt­or­gel ent­fällt, die Epi­stel­or­gel wird neu gebaut, kor­re­spon­die­rend zur Evan­ge­li­en­or­gel als deutsch-roman­ti­sches Schwell­werk in Anleh­nung an die Klang­äs­the­tik Stein­mey­er 1928 (und die ori­gi­na­le Stein­mey­er-Epi­stel­or­gel). Die ande­ren Teil­or­geln wer­den saniert und tech­nisch modernisiert.

Die Haupt­or­gel wird in Auf­bau und Pfei­fen­auf­stel­lung reor­ga­ni­siert. Es wird dar­auf Wert gelegt, mög­lichst viel Pfei­fen und Tei­le der bestehen­den Orgel­an­la­ge wiederzuverwenden.

Es wird ein zwei­ter, fahr­ba­rer Gene­ral­spiel­tisch für alle Orgeln im Pres­by­te­ri­um ein­ge­rich­tet, in glei­cher Ein­tei­lung wie der Gene­ral­spiel­tisch auf der Hauptem­po­re, der über­ar­bei­tet wird.

Die Chor­or­gel bleibt mecha­nisch spiel­bar, der Spiel­schrank sowie die mech. Trak­tur wird über­ar­bei­tet (Regis­ter­zü­ge statt Wip­pen, Set­zer, Oktavkoppeln).

Die genaue Dis­po­si­ti­on, Regis­ter­zahl, Pfei­fen­zahl sowie wei­te­re Details kön­nen erst bei der Ein­wei­hung der Orgel ver­öf­fent­licht wer­den, da sich in der Bau­zeit noch Details ändern können.

Das tech­nisch-klang­li­che Kon­zept wur­de von einer seit 2011 täti­gen, hoch­ka­rä­tig besetz­ten Dom­or­gel­kom­mis­si­on erar­bei­tet. Die Pla­nung und Aus­füh­rung wird von Pro­jektant Ekke­hard Fehl und der Dom­or­gel­kom­mis­si­on, koor­di­niert von Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruck­de­schel in Zusam­men­ar­beit mit den aus­füh­ren­den Orgel­bau­fir­men und dem Bau­amt des Bis­tums Pas­sau begleitet.

Die Gesamt­lei­tung des Orgel­bau­pro­jekts obliegt dem Dom­propst und Dom­pfar­rer Msgr. Dr. Micha­el Bär.

(Text: Dom­or­ga­nist Lud­wig Ruckdeschel)

Wei­te­re Infos über das Pres­se­ge­spräch zur Dom­or­gel­sa­nie­rung fin­den Sie hier: