Haus Papst Benedikt XVI. - Neue Schatzkammer und Wallfahrtsmuseum
Finanzen
Etat 2011
Finanzdirektor Dr. Sonnleitner: Sparen und Vorsorge treffen - Gesamt 82,6 Millionen – Das Bistum gibt 10155 Personen Arbeit
10155 Personen: Das Bistum als ArbeitgeberDie Diözese Passau ist einer der größten Arbeitgeber in einer ohnehin strukturschwachen Region. Damit tragen alle Kirchensteuerzahler solidarisch auch dazu bei, dass viele Frauen und Männer mit ihren Familien hier leben können. Derzeit sind insgesamt 10155 Frauen und Männer im Dienst der Kirche von Passau. Auf eine Vollzeitbeschäftigung umgerechnet, entspricht dies 6263 Vollzeitbeschäftigten. Als Anstellungsträger fungieren hier die kirchliche Körperschaften und Stiftungen sowie Vereine. Größter Arbeitgeber ist der Diözesancaritasverband mit seinen Untergliederungen: 6320 Beschäftigte, entspricht 4312 Vollzeitstellen. Die Diözese Passau rechnet für sich und die einzelnen Stiftungen 2735 Mitarbeiter / Innen, was 1226 Vollzeitkräften entspricht, ab. In kirchlichen Schulen sind derzeit 1100 Angestellte beschäftigt; dies entspricht 725 Vollzeitkräften. |
Passau (iop). Ein ausgeglichener Haushalt. Eine leichte Steigerung gegenüber dem Haushalt 2010. Eine Schwankungsreserve als Sicherheit. Es gilt: Sparen und Vorsorge treffen für die Zukunft. Das sind die inhaltlichen Säulen des Bistumsetats 2011. Finanzdirektor Dr. Josef Sonnleitner erwartet einen Rückgang der Einnahmen im Vergleich zu den tatsächlichen Einnahmen des Vorjahres um etwa 5 Prozent. Dies bei steigenden Personalkosten. Direktor Sonnleitner: „Wir können nur auf eine gute wirtschaftliche Gesamtentwicklung hoffen und müssen gleichzeitig für Notfälle gewappnet sein“. Der Haushalt des Jahres 2011 hat ein Volumen von 82,6 Mio. EUR. Davon gehen fast 60 Prozent in die zentralen Bereiche Seelsorge (33,5 Mio.), soziale Dienste (6,8 Mio.) und kategoriale Seelsorge (7,1 Mio.) wie zum Beispiel Jugendarbeit. Der Ansatz beinhaltet eine „solide Deckungsreserve“ von 2,8 Mio. EUR.
Die erwarteten Gesamt-Kirchensteuereinnahmen liegen mit 64,7 Mio. EUR (78,3 %) um 2,7 Mio. EUR über dem Vorjahr, aber mit 6,1 Mio. weit unter dem IST-Aufkommen des Jahres 2009. Dazu kommen die Ausgleichsleistungen des Staates 5,7 Mio. (6,9 %), interne Erstattungen, Mieteinnahmen oder Gebühren 6,8 Mio. (8,3 %) sowie ein Zuschuss finanzstärkere Bistümer 5,4 Mio. (6,5 %).
„Die Kirche erbringt Leistungen für die Menschen – Sie erhält keine Geschenke“, unterstreicht der Passauer Finanzdirektor, wenn es um staatliche Zuwendungen geht. „Wir erhalten wie alle anderen anerkannten Religionsgemeinschaft einen Ausgleich für unsere Arbeit“. Die Kirche trage auf breiter Basis zum Gemeinwohl bei. Der Sozialbereich wäre ohne das kirchliche Engagement über die Caritas und andere Hilfseinrichtungen in der Form sicher nicht zu halten. „Oft mobilisieren kirchliche Dienste Kräfte für die Allgemeinheit, vor allem in Form von ehrenamtlicher Arbeit, aber auch von Spenden“. So würde der Staat erheblich entlastet.
Gleichzeitig dankt Dr. Josef Sonnleitner allen Kirchensteuerzahlern für ihren solidarischen Beitrag. Wer zur Kirche gehöre, trage auch finanziell etwas bei. Er versichert: „Wir setzen die Gelder verantwortungsvoll, sparsam und wirtschaftlich ein“. Der Diözesansteuerausschuss, als beschließendes Gremium über den Bistumshaushalt, stehe dafür. Ohne die Hilfe der Kirchensteuerzahler wäre das kirchliche Leben zwischen Altötting und Zwiesel nicht möglich.
Für die Seelsorge in den 117 Pfarrverbänden werden 33,5 Mio. Euro (40,6 %) aufgewandt. Mit 7,1 Mio. Euro (8,6 %) begleitet das Bistum Menschen etwa in Krisenzeiten und persönlicher Not; mit der Ehe und Familienberatung, in der Telefonseelsorge oder Klinikseelsorge. Weitere 6,8 Mio. Euro (8,2 %) bringt das Bistum für Kindergärten oder Sozialeinrichtungen auf. In Kindergärten, -horte und -häusern finden mehr als 15000 Mädchen und Buben im Bistumsgebiet einen Platz.
Für Bildung, Kunst und Kultur bringt die Diözese 11,9 Mio. Euro (14,4 %) auf. Mit 22 allgemeinbildenden Schulen und Internaten in kirchlicher Trägerschaft sowie Bildungshäusern und Kultureinrichtungen fördert man damit gerade die Zukunft der jungen Menschen in der Region.
Mit 4,7 Mio. Euro (5,7 %) stellt sich die Diözese der weltweiten Verantwortung für Menschen. Die Eine-Welt-Arbeit wird damit unterstützt, auch die nun schon über 40-jährige Partnerschaft mit der brasilianischen Diözese Alagoinhas.
Mit 9,4 Mio. Euro (11,4 %) müssen zentrale Einrichtungen auskommen. Dazu zählen die Zuschüsse für Pfarrgemeinde- und Dekanatsräte sowie den Diözesanrat, die Aus- und Fortbildung oder das Bistumsarchiv. 9,2 Mio. Euro (11,1 %) veranschlagt der Finanzdirektor für die Versorgung von Priestern der Diözese, die bereits im Ruhestand leben, aber noch tatkräftig in der Seelsorge mitarbeiten, und für den Unterhalt zentraler Stiftungsgebäude. Dazu kommt die Deckungsreserve.
Hier können Sie sich den Flyer zum Bistumshaushalt als Pdf-Datei herunterladen...
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Zum Nachlesen: |
Das Bistum informiert mit Flyer und DVDDie Eckdaten des Bistumshaushaltes liegen auch als kurze Infobroschüre vor. |












